Die Sicherung des regionalen Fachkräftenachwuchses ist eine der zentralen Aufgaben für den Wirtschaftsstandort Flensburg. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und eines sich wandelnden Ausbildungsmarktes machen das Jobcenter und die Agentur für Arbeit Flensburg neue Angebote für die berufliche Orientierung Jugendlicher. Klassische Bewerbungsverfahren über anonyme Online-Portale stellen für viele junge Menschen eine Hürde dar. Gleichzeitig suchen Betriebe oft vergeblich nach passenden Auszubildenden. Mit innovativen Formaten wie dem praxisnahen Bewerbertag wird ein persönlicher Kontakt zwischen jungen Menschen und Unternehmen aus der Region hergestellt und das praktische Erleben von Berufsbildern in den Vordergrund gestellt. Das renommierte Hotel Hafen Flensburg gab einigen Jugendlichen im Rahmen eines Bewerbertages einen Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche eines Hotels und präsentierte sich dabei auch gleichzeitig als attraktiver Ausbildungsbetrieb und potenzieller Arbeitgeber.
Unter dem Motto: „Gemeinsam mehr erreichen – Ausbildung klar machen!“ fand im Frühjahr 2026 die bundesweite „Woche der Ausbildung“ statt. Zielsetzung dabei war, über unterschiedlichste Aktionen Jugendliche mit engagierten Betrieben zusammenzubringen, um die Weichen für die Fachkräfteausbildung von morgen zu stellen. Eines der Angebote in Flensburg war der praxisnahe Bewerbertag im Hotel Hafen Flensburg: „Wir sind seit vielen Jahren in einem sehr guten Austausch mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit und freuen uns sehr über den gemeinsamen Aktionstag.
„Wir sind seit vielen Jahren in einem sehr guten Austausch mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit und freuen uns sehr über den gemeinsamen Aktionstag.“
Dina Glöckler | Abteilungsleiterin Hotel Hafen Flensburg
Hier hat man die Möglichkeit, die jungen Menschen persönlich und in einer ungezwungenen Atmosphäre kennenzulernen“, sagt Abteilungsleiterin Dina Glöckler. Auch Andreas Fricke vom gemeinsamen Arbeitgeberservice Flensburg freut sich über die kontinuierliche Kooperation: „Das Hotel Hafen Flensburg besitzt einen sehr guten Ruf als Ausbildungsbetrieb und wir konnten hier auch schon viele Arbeitskräfte erfolgreich vermitteln.“ Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass interessierte Jugendliche der Einladung des Hotels gefolgt sind, um die vielfältigen praktischen Aufgaben des Hotelalltags kennenzulernen. Im Laufe des Aktionstags konnten sich die Jugendlichen im Bereich Küche, Service, Housekeeping oder Rezeption mit verschiedenen Aufgaben beschäftigen. Dass dieses aktive Beteiligungskonzept gut funktioniert, zeigen die positiven Reaktionen: „Super, dass man hier auch mal etwas selber machen darf, ohne dass man Angst haben muss, einen Fehler zu machen“, so eine Jugendliche. Eine andere Teilnehmerin sagt: „Die Teamstimmung ist richtig gut und ich werde mich auf jeden Fall hier für eine Ausbildung als Hotelfachfrau bewerben!“
Für Martina Niedermaier, die im Jobcenter Ausbildungsplatzsuchende betreut, ist das eine schöne Bestätigung für das zeitgemäße Orientierungsformat: „Die Hemmschwelle mitzumachen, ist beim Aktionstag sehr gering. Insbesondere wenn die Jugendlichen sich gemeinsam in einer Gruppe informieren, ist die Motivation aktiv dabei zu sein, sehr viel höher.“ Auch das Hotelteam zieht eine positive Bilanz: „Wir haben den Bewerbertag das erste Mal durchgeführt und es war eine wirklich gute Zeitinvestition. So konnten wir einige junge Talente kennenlernen, die wir uns durchaus auch als zukünftige Auszubildende vorstellen können“, sagt eine zufriedene Dina Glöckler.
„Das Hotel Hafen Flensburg besitzt einen sehr guten Ruf als Ausbildungsbetrieb und wir konnten hier auch schon viele Arbeitskräfte erfolgreich vermitteln.“
Andreas Fricke | Arbeitgeberservice Flensburg
Der praxisnahe Bewerbertag ist nur ein Baustein in einer ganzen Reihe von neuen Orientierungsformaten für Jugendliche, bei denen mehr die Praxis und weniger die Theorie im Vordergrund stehen. So werden unter anderem über Jobmessen, Aktionstage oder Praktika in Kooperation mit engagierten Unternehmen persönliche Kontakte hergestellt, die für beide Seiten erkenntnisreich sind. Letztendlich geht es für die Jugendlichen darum, die oft abstrakte Vorstellung von der Arbeitswelt mit der Realität abzugleichen. Dies hilft, nicht nur einen erfolgreichen Übergang von der Schule in die Ausbildung zu ermöglichen, sondern auch die Quote der Ausbildungsabbrüche zu reduzieren.




