Zuwanderung ist für den deutschen Arbeitsmarkt und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung mittlerweile ein bedeutender Faktor geworden. Angesichts des demografischen Wandels ist Deutschland in hohem Maße auf den Zuzug von ausländischen Arbeitskräften angewiesen, um den Arbeits- und Fachkräftemangel zu kompensieren und zukünftig die Sozialsysteme zu stützen. Insbesondere bei ukrainischen Geflüchteten, von denen ein signifikanter Anteil eine gute Qualifikation mit sich bringt, ist eine hohe Integrationsquote zu verzeichnen. Dies ist unter anderem durch die Sprach- und Integrationskurse sowie den intensiven Arbeitsvermittlungen, inklusive Eingliederungszuschüssen für Unternehmen, durch das Jobcenter Flensburgs zu begründen. Da viele Zugewanderte aus der Ukraine längerfristig oder dauerhaft in Deutschland bleiben könnten, wird die fortlaufende Integration in den Arbeitsmarkt ein zentrales Element zur Sicherung des zukünftig zunehmenden Personalbedarfs in der Wirtschaft bleiben.
Für die ukrainischen Geflüchteten Svitlana und Serhii Chuiev dürfte es so etwas wie ein „Sechser im Lotto“ gewesen sein – nicht nur deshalb, weil sie als Zugewanderte mit über 60 Jahren einen Arbeitsplatz gefunden haben, sondern auch, weil sie als Ehepaar gemeinsam in einem Unternehmen arbeiten können. Möglich wurde dies durch die erfolgreiche Personalvermittlung des Jobcenters Flensburg an das Druckhaus Leupelt. „Wir suchen immer wieder Arbeitskräfte und arbeiten dabei schon seit langem erfolgreich und unkompliziert mit dem Jobcenter Flensburg zusammen“, sagt eine zufriedene Franziska Leupelt vom Vorstand des Druckhauses. Und sie ergänzt: „Wir müssen alle in Sachen Personalsicherung flexibler werden und unsere ‘Barrieren im Kopf‘ beseitigen.“
Auch der Migrationsbeauftragte Patrick Konjer sieht schon seit langem das enorme Personalpotenzial für die Unternehmen: „Mittlerweile haben viele regionale Arbeitgebende die Zuwanderung als große Chance für ihr Personalrecruiting erkannt. Schon jetzt würde der Arbeitsmarkt in der Region Flensburg ohne die zugewanderten Arbeitskräfte nicht mehr funktionieren.“ Dies lässt sich auch an den guten Vermittlungszahlen in den letzten beiden zurückliegenden Jahren ablesen, in denen insgesamt 3.260 Zugewanderte, von denen rund 10 % aus der Ukraine stammen, erfolgreich in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse integriert wurden.
„Wir suchen immer wieder Arbeitskräfte und arbeiten dabei schon seit langem erfolgreich und unkompliziert mit dem Jobcenter Flensburg zusammen.“
Franziska Leupelt | Vorstand Druckhaus Leupelt AG
Ein großer Vorteil für die Einstellung des Ehepaars Chuiev waren die jahrzehntelangen Arbeitserfahrungen in der ukrainischen Druckbranche. Für Franziska Leupelt war dies in Zeiten des Fachkräftemangels ein seltener Glücksfall: „Sehr hilfreich sind die Vorkenntnisse im Zusammenhang mit unseren branchenspezifischen Druckmaschinen – aber auch die Arbeitsmotivation ist extrem hoch“, betont Unternehmerin Leupelt. So konnte das Ehepaar schon nach wenigen Tagen der Einarbeitung an der Stanz- und Faltschachtelmaschine eingesetzt werden. Ziel dabei ist, mittelfristig beide als Maschinenführer zu qualifizieren.

Franziska Leupelt legt großen Wert auf ein herzliches Arbeitsklima.
„Mittlerweile haben viele Arbeitgebende die Zuwanderung als große Chance für ihr Personalrecruiting erkannt.“
Patrick Konjer | Migrationsbeauftragter Jobcenter Flensburg
Nach nur zwei Monaten haben sich Svitlana und Serhii Chuiev im Druckhaus Leupelt schon gut eingearbeitet. Damit sie pünktlich um sechs Uhr ihren Arbeitstag starten können, hat sich das Ehepaar gleich von ihrem ersten Gehalt einen Kleinwagen gekauft. Auch dies ist ein beispielhafter Baustein einer überaus gelungenen Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten, die auch eine große menschliche Komponente beinhaltet: „Wir sind glücklich hier und Frau Leupelt gegenüber sehr dankbar“, so die Chuievs.

Das Ehepaar Chuiev ist sehr glücklich darüber, einen gemeinsamen Arbeitsplatz gefunden zu haben.




