09.09.2026

Studie des Instituts der Wirtschaft belegt: Das Jobcenter Flensburg ist Spitze bei der Integration in Arbeit

Das Jobcenter Flensburg integriert besonders erfolgreich in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Unter 395 Jobcentern in Deutschland belegt es Platz 13, unter allen in Schleswig-Holstein sogar Platz 1.

Kein Jobcenter in Deutschland integriert so häufig Hilfeempfänger in Arbeit wie das in Ansbach: In den Jahren 2020, 2021, 2023 und 2024 fanden in der mittelfränkischen Kleinstadt mehr als 39 Prozent der erwerbsfähigen Arbeitssuchenden reguläre Jobs. Das ist fast doppelt so viel wie im Durchschnitt aller Jobcenter, zeigt eine IW-Studie mit finanzieller Unterstützung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Am unteren Ende der Rangliste stehen Pforzheim, Rheingau-Taunus und Oberhausen. Dort gelang es, nur etwa 15 Prozent der Leistungsempfänger in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
In Flensburg wurden im untersuchten Zeitraum 27 Prozent, rund jeder Vierte integriert.

So gut arbeiten die Jobcenter im Verhältnis zu ihrer Wirtschaftskraft
Wie häufig eine Integration gelingt, hängt auch von örtlichen Gegebenheiten ab. Mit einem statistischen Modell haben die Forscher daher untersucht, wie stark die Jobcenter ihre strukturellen Voraussetzungen über- oder unterschreiten.
Nach § 48 a SGB II werden unterschiedliche Kennzahlen – zum Beispiel die Summe der Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsbeziehenden oder der Langzeitbeziehenden – für die einzelnen Jobcenter monatlich veröffentlicht. Diese Jobcenter-Kennzahlen wurden für die Auswertung mit Sonderauswertungen aus der Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit verknüpft. Verwendung fanden zum Beispiel der Arbeitslosenbestand, die Bezugsgröße für die Arbeitslosenquote, der kumulierte Zugang an offenen Stellen, die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sowie die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen oder selbstständigen Leistungsbeziehenden.

In diesem Vergleich liegt Flensburg bundesweit auf Platz 13 und in Schleswig-Holstein an der Spitze: Das Jobcenter erreicht eine Integrationsquote, die 4,42 Prozentpunkte über dem liegt, was die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten ließen.

„Dieses Ergebnis hat natürlich mit der guten Arbeit im Jobcenter und unserem Fokus auf qualitative Beratung und passgenaue Vermittlung zu tun. Ohne die Offenheit der regionalen Arbeitgeber, mit uns ins Gespräch zu kommen und unseren Kundeninnen und Kunden eine Chance zu geben, wäre dieser Erfolg aber nicht möglich. Dafür sind wir sehr dankbar.“
(Claudia Remark, Geschäftsführerin)

Das Ergebnis erfüllt Jobcenter-Geschäftsführerin Claudia Remark zwar mit Stolz, sie ordnet die Studie aus dem Jahr 2025 aber ins Heute ein: „Auf diesem Erfolg ruhen wir uns nicht aus. In diesem Jahr haben wir uns viel vorgenommen und wollen insbesondere noch mehr Frauen in Arbeit bringen.“

Quellen:
1.
https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/stefanie-seele-holger-schaefer-welche-jobcenter-am-besten-in-den-arbeitsmarkt-integrieren.html
2.
https://www.iwkoeln.de/studien/holger-schaefer-stefanie-seele-kommunale-jobcenter-integrieren-seltener-in-arbeit.html
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